2023 | Lesezeit: 13 Minuten

Berufserfahrung im Lebenslauf

Dein Lebenslauf sollte deine Stärken und Fähigkeiten untermauern. Besonders wichtig ist hierbei die Berufserfahrung. Wir verraten dir, wie du diese wirkungsvoll einbringst.

Berufserfahrung

Bei der Darstellung deines beruflichen Werdegangs überzeugst du dann, wenn du dem potenziellen Arbeitgeber deutlich machst, dass du schon über relevante Berufserfahrung verfügst. Deshalb ist eine überlegte und gründliche Ausarbeitung dieser Rubrik ein essenzieller Schritt für deine Argumentation. Dabei geht es mitnichten darum, nur berufliche Stationen lieblos aneinanderzureihen. Mit einer solchen einfallslosen Gestaltung wirst du keine Pluspunkte sammeln. Stattdessen musst du eine Auswahl deiner wichtigsten beruflichen Stationen treffen und diese mit Details anreichern.

Auf Relevanz der Erfahrung achten

Eine wichtige Faustregel für die Ausarbeitung des beruflichen Werdegangs lautet daher: Je aktueller und stellenrelevanter die berufliche Station ist, desto ausführlicher solltest du sie auch darstellen. Ein Personaler interessiert sich nicht für einen Nebenjob während des Studiums oder einen Stellenwechsel von vor 20 Jahren, da diese nichts über dein jetziges Können aussagen. Daher solltest du länger zurückliegende und kurzzeitige Beschäftigungen lediglich zusammenfassen.

Beim Berufseinstieg als Bewerber mit wenig Berufserfahrung solltest du Neben- und Gelegenheitsjobs sowie Praktika jedoch immer angeben, egal ob sie nur von kurzer Dauer oder branchenfremd waren. Denn mit diesen beruflichen Tätigkeiten zeigst du deine Motivation zur Arbeit und zur beruflichen Orientierung. Je mehr Berufserfahrung du im Laufe des Berufslebens sammelst, zum Beispiel bei einem Jobwechsel, desto unwichtiger werden diese Neben- und Gelegenheitsjobs bei der Darstellung des beruflichen Werdegangs.

Wie sollte ich einzelne Berufsstationen angeben?

Ein Beschäftigungsverhältnis solltest du immer mit dem Beschäftigungszeitraum in der linken Spalte und den Stelleninformationen in der rechten Spalte angeben. Denke bitte daran, ein einheitliches Format für die Angabe des Beschäftigungszeitraums zu wählen. Die monatsgenaue Angabe hat sich bewährt, zum Beispiel:

„01/2014 – 07/2016“

Bei den Stelleninformationen nennst du zuerst die Stellenbezeichnung und dann den Arbeitgebernamen sowie den Arbeitsort. Die Stellenbezeichnung kannst du idealerweise durch eine Fettung optisch hervorheben.

10/2014 – 07/2016

Informatiker
Beispiel Unternehmen
Musterstadt

Tätigkeiten stehen für Fähigkeiten und Erfahrung

Anschließend folgt die kurze Darstellung der hauptsächlich durchgeführten Tätigkeiten. Hier eignen sich bereits Schlagworte, die weder zu allgemein noch zu detailreich gehalten sind. Wichtig ist nur, dass der Personaler einen guten Eindruck von deinem Fachwissen erhält. Konzentriere dich dabei vor allem auch auf die Tätigkeiten, die bei der potenziellen Stelle gefragt sind. Diese kannst du leicht mit einer Analyse der Stellenanzeige herausfinden.

Wenn du einen längeren Zeitraum bei einem Arbeitgeber verbracht hast, sollte deine berufliche Entwicklung aus der Darstellung der zugehörigen Station im Unternehmen hervorgehen. In diesem Fall gibst du zum jeweiligen Karriereabschnitt die von dir ausgeübte Position mit Tätigkeitsschwerpunkten an. So sind die einzelnen Entwicklungsschritte für den Personaler leichter erkennbar.

Kurze Übergangsphasen, in denen du arbeitslos warst, musst du nicht in deinem Lebenslauf angeben. Bei Zeiträumen von zwei Monaten oder länger handelt es sich allerdings um Lücken im Lebenslauf.

Auslandserfahrungen im Lebenslauf

Auslandsaufenthalte sind im Lebenslauf ein großer Pluspunkt. Zum einen machen Auslandserfahrungen einen Lebenslauf individueller und bieten eine gute Gesprächsgrundlage für das Vorstellungsgespräch, zum anderen signalisieren sie Erfahrungen mit anderen Kulturen, interkulturelle Offenheit sowie sprachliche Kenntnisse und Fähigkeiten. Da Unternehmen aufgrund der Globalisierung immer öfter in anderen Ländern tätig sind, gewinnen sowohl Sprachkenntnisse als auch Erfahrungen mit anderen Kulturen zunehmend an Bedeutung.

Was sind relevante Auslandsaufenthalte?

Es sollten jedoch nicht alle Urlaubsreisen aufgelistet werden. Stattdessen eignen sich Aufenthalte, während denen du Erfahrungen sammeln konntest oder die für eine angestrebte Stelle relevant sind. Dazu gehören zum Beispiel Sprachreisen, Auslandssemester, eine Stelle als Au-Pair oder Work and Travel. So wird deutlich, dass du nicht nur die Hotel-Bar kennengelernt hast, sondern auch die Kultur. Darüber hinaus signalisieren solche Reisen praktische Erfahrungen mit Fremdsprachen, aber auch persönliche Eigenschaften wie Offenheit und Flexibilität

Beispiele für Auslandserfahrung

  

Auslandserfahrung Kompetenzen
Work & Travel, Freiwilligenarbeit (Volunteering), Farm- und Rancharbeit, Au-pair, Sommer Camps, Sommer Jobs, Work Experience (Praktika), Hotelarbeit, etc.

vermitteln vorwiegend praktische Fähigkeiten entsprechend der Arbeitsgebiete

unterschiedliches Niveau der Sprachkompetenz

hoher Grad an Teamfähigkeit und Selbstorganisation

Schüleraustausch, High-School Jahr, Summer Session (Studium auf Probe), Auslandssemester bzw. -studium

gelenkte Erweiterung des Schulwissens bzw. der Studieninhalte

hohes Niveau der Sprachkenntnisse

Sprachreise, Sprachjahr, Demi-pair

Fokus auf hohem Spracherwerb, erweitert durch Teamfähigkeit, Einfühlungsvermögen und Selbstbewusstsein

Studienjahr

Erweiterung und Vertiefung der Studieninhalte und exzellenter Spracherwerb

Homestay

Leben und Erleben der Kultur des Gastlandes

Guter Spracherwerb abhängig von der Aufenthaltsdauer

Sprachkurs

Fokus auf hohem Spracherwerb und Teamfähigkeit

FAQ: Berufserfahrung

FAQ: Auslandserfahrung

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